10. Mai 2002

  Einleitung Nordvietnam Zentralvietnam Südvietnam Singapore Bintan Reisen

Überfahrt nach Bintan

Am Morgen unternehmen wir nichts mehr, frühstücken nur gemütlich, packen unsere Koffer um und checken dann aus. Der Fahrer ist auch pünktlich zur Stelle und bringt uns zum Fährhafen. Der ist aufgemacht wie ein kleiner Flughafen. Am Schalter der Fährgesellschaft bekommt man seine Boarding Card, an einem anderen Schalter kann man dann sein Gepäck einchecken. Dabei haben wir wieder mal Glück, Obwohl wir etwa 10kg Übergepäck haben, müssen wir die dafür eigentlich fälligen Gebühren nicht bezahlen. Dann kommt der Ausreiseschalter aus Singpore und schließlich die Warteplätze an den verschiedenen Gates.

Eine der Katamaranfähren der Bintan Resort Ferries befindet sich gerade in Wartung, daher bekommen wir ein relativ normales Fährschiff. Das wird nach und nach richtig voll, wenn auch nicht bis auf den letzten Platz. Die Koffer stehen irgendwo in den Gängen dazwischen. Eine Stunde lang tuckert das Schiff gemütlich über das Meer, im Fernseher vorne läuft Mr. Bean.

An der Anlegestelle auf Bintan angekommen sind wir uns erst nicht im klaren, was denn nun mit dem Gepäck passiert. Bis ich in Erfahrung bringen kann, dass das Gepäck ins Terminal gebracht wird, sind die Schlangen vor den Einreiseschaltern entsprechend lang. Dennoch geht es einigermaßen zügig, bis wir offiziell nach Indonesien einreisen. Unser Gepäck ist auch schon da und das Bintan Lagoon Resort hat eine Sammelstelle in Mitten des Terminals. Ein großer Bus ist schon voll, wir passen gerade noch in den kleineren. Das Gepäck wird mit einem anderen Fahrzeug transportiert.

Nach etwa 20 Minuten biegt der Bus nach Norden von der Hauptstraße ab und fährt auf das Ressortgelände. Rechts und links der Straße sind bereits einige Bahnen der beiden Golfplätze zu sehen.

Nicht nur das Gelände ist sehr weitläufig, auch das Ressort als solches ist riesig. Im Zentrum befindet sich das zentrale Gebäude in Form einer offenen indonesischen Halle. Rechts und links davon gehen dann die beiden Hotelflügel weg, die jeweils aus mehreren bis zu dreistöckigen Häusern bestehen. Die Häuser selbst und die Treppentürme erinnern ebenfalls an traditionelle indonesische Bauwerke. Im Zentralgebäude befinden sich die Rezeption, einige Läden in den Peripheriebereichen und die Lobbylounge mit Bar. Richtung Meer eine Ebene tiefer ist das Freiluftrestaurant angesiedelt, das sich selbst noch einmal über drei Stufen nach unten erstreckt. Rechts und links davon sind das mediterrane und das japanische Restaurant angegliedert. Weiter unten am Hang liegt dann die große Poollandschaft mit Poolbar, zwei Halbinseln im Pool und einigen Sitzbereichen am Rande des Pools. Ein weiterer Pool befindet sich südlich der Wohnflügel beim Freizeitbereich mit Tennisplätzen und anderem. 

Bintan Lagoon Resort

Vom Pool aus geht es noch mal ein Stück abwärts bevor man dann endlich am Meer angelangt ist. Das Ressort liegt auf der westlichen Seite einer sanft geschwungenen Bucht mit sehr weißem Sand. Auffallend sind die Felsformationen am Strand als auch im Wasser. Dabei handelt es sich allerdings mehr um rundliche Felsbrocken, nicht etwa kantige.

Die Baum- und Buschbepflanzung auf dem Gelände kaschieren gut die Größe des Hotels. Vom Hauptpool aus sieht man lediglich das zentrale Gebäude, allerdings auch nicht das Meer, weil dazwischen sich genau ein kleines Wäldchen und ein Bachlauf befinden.

Östlich der normalen Hotelgebäude schließt sich ein Bereich mit mehreren ein- und zweistöckigen Villen an, die ebenfalls zum Ressort gehören. In den Villen kommen laut Beschreibung 4-8 Personen unter. Jede verfügt jedenfalls über ein Golf-Cart, um swich auf dem Gelände bewegen zu können.

Das Zimmer finde ich im ersten Moment etwas enttäuschend. Es ist zwar ganz ok, aber einen Vergleich zu einem 4-Sterne Stadthotel in Singapore hält es nicht aus. Allerdings ist der Service im Hotel sehr gut. Die Angestellten in allen Bereichen sind ausgesprochen freundlich und zuvorkommen.

Was mich dann noch negativ überrascht, sind die Preise im Hotel für Essen und Getränke. Die entsprechen weniger indonesischen als vielmehr Singaporer Verhältnissen. Irgendwann nach ein paar Tagen gebe ich es allerdings auf, nachzurechnen, was ich da alles an Rechnungen unterschreibe. Es hilft ja doch nichts, man muss bei der Hitze viel trinken, auch wenn zwei Sodawasser mit über  S$ 7,- zu buche schlagen. Denn warm ist es hier auf jeden Fall. Eigentlich könnte man meinen, die offene Halle als Bar und Restaurant müsste wegen eines Luftzuges angenehm sein. Wenn denn da ein Luftzug wäre. So sitze ich in den folgenden Tagen abends an der Bar, morgens beim Frühstück oder im offenen Restaurant immer mit irgendwas, womit ich mir den Schweiß abtupfen kann.

Am ersten Abend gehen wir dem aus dem Weg, weil wir im italienischen Restaurant erst einmal Pizza essen gehen.

Voriger Tag Anfang Nächster Tag